Du möchtest einen Moment bei dir ankommen, ohne dass gerade jemand eine Session mit dir führt. Bei der Selbsthypnose übernimmst du die Anleitung selbst. Du richtest deine Aufmerksamkeit bewusst aus und erkundest dein inneres Erleben. Dafür musst du weder einschlafen noch alle Gedanken abstellen.

Was unterscheidet Selbsthypnose von einer Audio-Hypnose?
Bei einer Audio-Hypnose führt dich eine aufgenommene Stimme durch den Ablauf. Bei der Selbsthypnose gestaltest du ihn eigenständig. Eine vertraute Anleitung kann dir beim Kennenlernen helfen. Das ist aber noch nicht dasselbe, wie selbst zu entscheiden, womit du dich beschäftigen möchtest.
Vielleicht nutzt du eine angenehme Vorstellung, eine Erinnerung an einen ruhigen Moment oder einen Satz, der zu deinem Anliegen passt. Es braucht dafür keine möglichst komplizierte Technik.
Du musst dich nicht besonders hypnotisiert fühlen
Manche Menschen bemerken Bilder oder veränderte Körperempfindungen. Andere erleben vor allem Konzentration. Wenn du die ganze Zeit prüfst, ob jetzt endlich etwas Besonderes passiert, wird aus der Übung schnell die nächste Aufgabe, die du richtig machen möchtest.
Du darfst beobachten, was tatsächlich da ist. Eine kurze Erfahrung ist nicht automatisch schlechter als eine lange. Und mehr Tiefe ist kein Maßstab für deinen Wert oder deine Fähigkeit.
Einen passenden Rahmen finden
Wähle einen sicheren Ort, an dem du ungestört sitzen kannst und nicht auf Verkehr oder andere Aufgaben achten musst. Selbsthypnose gehört nicht ans Steuer. Beginne mit einem überschaubaren, vertrauten Ablauf und nimm dir anschließend Zeit, dich wieder im Raum zu orientieren.
Wenn etwas unangenehm wird, unterbrich die Übung und richte deine Aufmerksamkeit nach außen. Belastende Erinnerungen musst du nicht allein erkunden. Bei psychischen Beschwerden gehört die Frage nach einer passenden Anwendung in qualifizierte fachliche Hände.
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Häufige Fragen
Ist eine geführte Hypnose schon Selbsthypnose?
Dabei leitest du den Ablauf nicht vollständig selbst. Eine Aufnahme kann dir allerdings helfen, einen Zugang kennenzulernen, den du später eigenständig nutzt.
Wie lange muss ich üben?
Es gibt keine für alle richtige Dauer. Beginne überschaubar und schau, welcher Rahmen für dich passt, statt eine bestimmte Minutenzahl abzuarbeiten.
Muss ich dabei die Augen schließen?
Nicht zwingend. Wichtig sind ein sicherer Rahmen und eine Form der Aufmerksamkeitslenkung, mit der du dich wohlfühlst.