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HOLLSTEIN
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Hypnospace · Wissen & Orientierung

Glossar

Manche Begriffe klingen vertraut – und werden trotzdem so unterschiedlich benutzt, dass am Ende mehr Nebel als Klarheit entsteht. In diesem Glossar erkläre ich dir die wichtigsten Begriffe aus Hypnose, Nervensystemarbeit, Ausdruck und Sichtbarkeit so, wie ich sie in meiner Arbeit tatsächlich meine: verständlich, undogmatisch und ohne dir eine neue Wahrheit überzustülpen.

Du kannst hier nachschlagen, wenn dir in einer Podcast-Folge ein Wort begegnet, wenn du eine Methode besser einordnen möchtest oder wenn du einfach neugierig bist, was hinter einem Begriff wirklich steckt. Das Glossar wächst mit meiner Arbeit – und mit den Fragen, die mir Menschen in Sessions und Gesprächen immer wieder stellen.

A

  • Ambivalenz Ambivalenz bedeutet, dass du zu derselben Sache gleichzeitig unterschiedliche Gefühle oder Wünsche erlebst. Du möchtest vielleicht eine Veränderung und fürchtest zugleich, was sie mit sich bringt. Beides kann nachvollziehbar sein.
  • Archetypische Symbolarbeit Bei archetypischer Symbolarbeit erkundest du innere Bilder, Figuren und Geschichten. Was sie bedeuten, finden wir aus deinem Erleben heraus: Eine verschlossene Tür kann für dich etwas ganz anderes sein als für jemand anderen.
  • Authentizität Authentizität meint hier einen Ausdruck, der für dich stimmig ist: Deine Worte, Entscheidungen und Grenzen passen zu dem, was du tatsächlich vertreten möchtest. Dafür musst du weder alles Private teilen noch immer gleich sein.

B

  • Bewertungsangst Bewertungsangst ist die Befürchtung, dass andere dich, dein Verhalten oder deine Arbeit negativ beurteilen. Sie kann beim Sprechen, Veröffentlichen oder in alltäglichen Begegnungen auftauchen. Nicht jede Nervosität bedeutet dabei eine Angststörung.
  • Blackout Mit Blackout ist hier der Moment gemeint, in dem dir beim Sprechen plötzlich der Faden fehlt. Du kennst dein Thema, kommst aber vor lauter Aufregung oder Selbstbeobachtung gerade nicht an deine Worte heran.

F

  • Flow-Zustand Im Flow gehst du so in einer Tätigkeit auf, dass du dich weniger beobachtest und die Zeit aus dem Blick verlieren kannst. Du bist beim Schreiben, Sprechen oder Gestalten ganz bei dem, was gerade entsteht.

G

  • Glaubenssätze Glaubenssätze sind Überzeugungen darüber, wie du, andere Menschen oder die Welt sind. Manche helfen dir bei der Orientierung. Andere werden eng, wenn du sie wie unveränderliche Tatsachen behandelst.
  • Grenzen setzen Grenzen setzen bedeutet, deutlich zu machen, was du möchtest, leisten kannst oder mittragen willst. Dazu gehört auch, wie du selbst handelst, wenn etwas nicht passt. Eine Grenze muss nicht hart klingen, um klar zu sein.

H

  • Hypnose Hypnose ist ein angeleiteter Prozess, bei dem sich deine Aufmerksamkeit bündelt und du dich deinem inneren Erleben zuwendest. Gedanken, Bilder und Körperempfindungen können dabei deutlicher werden. Du musst dafür weder schlafen noch deinen Verstand ausschalten.
  • Hypnotische Induktion Eine hypnotische Induktion ist die Einleitung einer Hypnose. Sie unterstützt dich dabei, deine Aufmerksamkeit zu bündeln und dich deinem inneren Erleben zuzuwenden. Dafür gibt es unterschiedliche Wege, die zu dir und zur Situation passen sollten.
  • Hypnotisches Mentoring Hypnotisches Mentoring verbindet Hypnose mit Gesprächen, Körperwahrnehmung und praktischem Ausprobieren. Wir schauen gemeinsam, was dich beim Sprechen, Gestalten oder Sich-Zeigen beschäftigt und wie du neue Erfahrungen in deinen Alltag mitnehmen kannst.

I

  • Innere Anteile Innere Anteile sind eine bildhafte Sprache für unterschiedliche Seiten deines Erlebens. Ein Teil von dir möchte vielleicht sichtbar werden, während ein anderer lieber vorsichtig bleibt. Du musst daraus keine getrennten Persönlichkeiten machen.
  • Innerer Kritiker Innerer Kritiker ist ein Bild für die Gedanken, die dich, deine Ideen oder dein Verhalten streng bewerten. Diese Bewertung kann so früh einsetzen, dass du gar nicht erst ausprobierst, was entstehen könnte.
  • Integration Integration meint hier, dass du eine Erfahrung einordnest und in Beziehung zu deinem Alltag setzt. Nach einer Hypnose oder einem Gespräch schaust du, was für dich bedeutsam war und welche kleinen Veränderungen daraus entstehen können.

K

  • Kamerakompetenz Kamerakompetenz umfasst die Fähigkeiten, Gedanken vor einer Kamera verständlich auszudrücken: sprechen, den Faden halten, mit Pausen umgehen und Aufnahmen einschätzen. Das lässt sich üben, auch wenn es sich am Anfang ungewohnt anfühlt.
  • Körperwahrnehmung Körperwahrnehmung bedeutet, Empfindungen im und am eigenen Körper zu bemerken: etwa Spannung, Wärme, Bewegung oder den Kontakt zum Boden. Diese Wahrnehmungen können Orientierung geben, brauchen aber nicht sofort eine eindeutige Deutung.
  • Kreative Blockade Eine kreative Blockade beschreibt das Gefühl, beim Schreiben, Sprechen oder Gestalten nicht weiterzukommen. Vielleicht fehlen dir Ideen, vielleicht bewertest du sie schon zu früh, oder dir fehlen gerade Ruhe und Energie zum Ausprobieren.
  • Kreative Pause Eine kreative Pause ist eine bewusst gewählte Unterbrechung des Produzierens. Du musst in dieser Zeit keine Ideen hervorbringen und kein Ergebnis vorbereiten. Erholung, Bewegung oder andere Erfahrungen dürfen wieder Platz bekommen.

L

  • Lampenfieber Lampenfieber ist die Aufregung vor oder während eines Auftritts. Herzklopfen, eine zittrige Stimme oder viele Gedanken können dazugehören – auch wenn du gut vorbereitet bist und Erfahrung hast.

N

  • Neo-Ericksonianische Hypnose Neo-ericksonianische Hypnose greift die Arbeit von Milton H. Erickson auf und entwickelt sie weiter. Sprache, Bilder und Vorgehen richten sich dabei nach dir und dem, was du mitbringst.
  • Nervensystemregulation Nervensystemregulation meint die Fähigkeit, auf Anforderungen zu reagieren und danach wieder zur Ruhe zu kommen. Du musst dafür nicht ständig entspannt sein: Auch Aufregung und Energie gehören dazu.

O

  • Online-Hypnose Online-Hypnose, auch Remote-Hypnose genannt, ist eine live begleitete Hypnosesitzung über eine Videoverbindung, etwa mit Zoom. Du und die begleitende Person seid an unterschiedlichen Orten und könnt während der Sitzung miteinander sprechen.
  • Overthinking Overthinking beschreibt das wiederholte Nachdenken und Grübeln, bei dem du kaum neue Klarheit gewinnst. Du gehst Möglichkeiten oder vergangene Situationen immer wieder durch, ohne dadurch leichter entscheiden oder handeln zu können.

P

  • Perfektionismus Perfektionismus wird belastend, wenn ein Ergebnis nicht einfach gut, sondern möglichst unangreifbar sein soll. Dann korrigierst du vielleicht immer weiter oder fängst gar nicht erst an, weil schon der erste Versuch zu viel erfüllen muss.
  • Präsentationsangst Präsentationsangst ist die Angst davor, vor anderen zu sprechen und dabei beurteilt zu werden. Sie kann schon lange vor einem Vortrag anfangen und so viel Raum einnehmen, dass du die Situation am liebsten vermeiden möchtest.
  • Prokrastination Prokrastination bedeutet, dass du eine wichtige Aufgabe immer wieder aufschiebst, obwohl dir die Nachteile bewusst sind. Häufig wird dadurch für einen Moment etwas Unangenehmes leichter – etwa Unsicherheit, Überforderung oder die Angst vor Bewertung.

R

  • Ressourcenarbeit Ressourcenarbeit richtet den Blick auf das, was dich unterstützt: Fähigkeiten, Erfahrungen, Menschen und hilfreiche Bedingungen. Es geht darum, diese Möglichkeiten wahrzunehmen und passend zu deinem Anliegen zu nutzen.
  • Rückführungshypnose In einer Rückführungshypnose beschäftigst du dich mit inneren Szenen, die sich wie Erinnerungen anfühlen oder eine symbolische Geschichte erzählen können. Sie können dich etwas über dein heutiges Erleben entdecken lassen, sind aber kein Beweis dafür, dass etwas tatsächlich so passiert ist.

S

  • Selbstausdruck Selbstausdruck bedeutet, dass du deinen Gedanken, Gefühlen und Wahrnehmungen eine Form gibst. Das kann durch Sprache, Schreiben, Bewegung oder Gestaltung geschehen. Ein eigener Ausdruck darf erst beim Ausprobieren entstehen.
  • Selbsthypnose Selbsthypnose bedeutet, dass du dich selbst in einen hypnotischen Prozess begleitest. Du bündelst deine Aufmerksamkeit und arbeitest zum Beispiel mit einer Vorstellung oder einem selbst gewählten Satz. Wie sich das anfühlt, darf unterschiedlich sein.
  • Selbstmitgefühl Selbstmitgefühl bedeutet, dass du dir bei Schwierigkeiten mit Verständnis und Freundlichkeit begegnest. Du nimmst ernst, was weh tut, ohne dich dafür zusätzlich abzuwerten. Das schließt Verantwortung für dein Handeln nicht aus.
  • Selbstsabotage Selbstsabotage nennen wir es im Alltag, wenn unser Verhalten immer wieder einem eigenen Ziel im Weg steht. Hinter dem Aufschieben oder Zurückziehen können widersprüchliche Wünsche, Befürchtungen oder ganz praktische Hindernisse stecken.
  • Selbstwirksamkeit Selbstwirksamkeit ist dein Zutrauen, mit eigenen Fähigkeiten und Handlungen eine konkrete Anforderung bewältigen zu können. Sie kann in verschiedenen Lebensbereichen unterschiedlich ausgeprägt sein. Eigene Erfahrungen spielen dabei eine wichtige Rolle.
  • Sichtbarkeitsangst Sichtbarkeitsangst ist die Angst davor, dich mit deiner Stimme, Meinung oder Arbeit zu zeigen. Vielleicht möchtest du etwas teilen und denkst gleichzeitig schon daran, wie andere dich beurteilen könnten.
  • Simpson Protocol Das Simpson Protocol ist eine von Ines Simpson entwickelte Hypnosemethode. Auch in tiefer Trance bleiben wir über vereinbarte Signale im Austausch. Du musst dabei nicht jedes persönliche Detail erzählen.
  • Somatische Hypnose Somatische Hypnose ist hypnotische Arbeit, die deinen Körper bewusst mit einbezieht. Wir achten zum Beispiel auf Atem, Spannung, Stimme oder kleine Veränderungen in deinem Erleben, statt ein Thema nur gedanklich zu besprechen.
  • Suggestion Eine Suggestion ist eine Anregung, die deine Aufmerksamkeit, Vorstellung oder dein Erleben beeinflussen kann. In der Hypnose geschieht das häufig durch Worte und Bilder. Eine Suggestion muss zu dir passen und wirkt nicht bei allen Menschen gleich.

T

  • Trance Trance beschreibt einen Zustand, in dem sich deine Aufmerksamkeit bündelt und anderes in den Hintergrund rückt. In hypnotischer Trance können innere Bilder, Gedanken oder Körperempfindungen mehr Raum bekommen, ohne dass du dafür schlafen musst.

U

  • Unterbewusstsein Unterbewusstsein ist ein Alltagsbegriff für Vorgänge, die dich beeinflussen, ohne dass du sie gerade bewusst steuerst. Dazu gehören zum Beispiel Gewohnheiten, gelernte Verknüpfungen und schnelle Reaktionen auf vertraute Situationen.

V

  • Verkörperte Präsenz Verkörperte Präsenz bedeutet, beim Sprechen auch mit deinem Körper und deiner Aufmerksamkeit da zu sein. Du bleibst in Kontakt mit dem, was du sagen möchtest, und mit den Menschen vor dir – auch wenn du aufgeregt bist.
  • Visualisierung Visualisierung bedeutet, dass du dir ein Bild oder eine Situation innerlich vorstellst. Das kann lebendig und detailliert sein, aber auch nur eine vage Ahnung. Du musst keinen scharfen Film vor deinem inneren Auge sehen.
  • Vor-Ort-Hypnose Vor-Ort-Hypnose ist eine persönlich begleitete Hypnosesitzung, bei der du und die begleitende Person im selben Raum seid. Sie findet beispielsweise in einer Praxis oder einem Coachingraum statt. Der Begriff beschreibt das Setting, keine eigene Hypnosemethode.