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Angst vorm Posten? Vergiss Mentaltraining – das hier funktioniert wirklich
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In dieser Folge
Angst vorm Posten: Wenn ein guter Vorsatz noch kein sicheres Gefühl schafft
„Mach es einfach“ klingt klar, hilft dir aber vielleicht wenig, wenn sich schon beim Gedanken an ein Video alles zusammenzieht. In dieser Folge schaue ich auf den Unterschied zwischen einem verstandenen Tipp und dem körperlichen Erleben beim Sich-Zeigen.
Ich spreche über Erfahrungen, durch die eine Tätigkeit vertrauter werden kann, und darüber, warum „Sei einfach du selbst“ am Anfang manchmal mehr Fragen aufwirft als beantwortet. Du darfst deinen Stil erst kennenlernen. Der zugespitzte Originaltitel ist keine allgemeine Aussage, dass Mentaltraining wirkungslos sei. Hier geht es um eine ergänzende Perspektive auf Angst, Übung und das Gefühl, in einer neuen Situation nicht gegen dich selbst arbeiten zu müssen.
Passend dazu: Du kannst reden – bis du dich selbst filmst..
Worum es in dieser Folge wirklich geht
Zwischen dem Wissen, dass du etwas sagen möchtest, und dem tatsächlichen Aufnehmen kann ein spürbarer Abstand liegen. Diese Folge nimmt diesen Abstand ernst, ohne dir einen weiteren Motivationsspruch zu geben. Du schaust darauf, in welchen Situationen du dich bereits vertraut erlebst und was beim neuen Ausdruck noch Übung braucht. Dein Tempo und deine Grenzen dürfen dabei Teil des Lernens bleiben.
Das nimmst du mit
- Unterscheide einen verstandenen Tipp von körperlichem Erleben.
- Erkenne Vertrautheit als etwas, das durch Erfahrungen wachsen kann.
- Erlaube dir, deinen eigenen Stil erst herauszufinden.
Transkript der Folge lesen
Automatisch erzeugte deutsche YouTube-Untertitel. Der Quelltext wurde unverändert übernommen und nur in Absätze mit Zeitmarken gegliedert. Er ist nicht redaktionell geprüft und kann Erkennungsfehler enthalten. Die Zeitmarken beziehen sich auf die YouTube-Fassung.
Quelle: Originalvideo auf Nadjas YouTube-Kanal.
00:00 – Wenn du Angst davor hast, dein erstes Video zu drehen, vielleicht auch deinen ersten Post zu schreiben, dann brauchst du keinen weiteren Mindsetti Tipp, was dich nämlich wirklich weiterbringt dabei, dich sicher zu fühlen beim sichtbar sein. Das ist keine Strategie, sondern ein Gefühl in deinem Körper. Und glaub mir, ich weiß genau, wie sich das anfühlt, sonst würde ich dieses Video nicht aufnehmen. Du hast ein Angebot, du hast eine Vision, du hast gewisse Skills gelernt und auch Talente, die du mitbringst. zu, du hast was zu geben und dein Wunsch ist es jetzt, das mit der Welt zu teilen. Aber jedes Mal,
00:45 – wenn du vielleicht sogar nur dran denkst, einen Post zu machen, ein Video aufzunehmen, da zieht sich was in dir zusammen. Vielleicht wird's dir sogar ein bisschen schwarz vor Augen. Vielleicht wird's kribbelig. Vielleicht merkst du, in meinem Hals, da geht was zu. mir versagt die Stimme. Wenn das zutrifft, dann ist es ein ziemlich klares Indiz davor, dass du Angst hast. Und wenn du Angst hast, fühlst du dich nicht sicher. Und wenn du dich nicht sicher fühlst, dann kannst du nicht gut durch dich fließen lassen, was du eigentlich sagen möchtest. Und deswegen bist du an dem Punkt, wo
01:27 – keine weiteren Sichtbarkeitstipps helfen und du was anderes brauchst. Lass uns jetzt zum Start mal diese klassischen Sichtbarkeitstipps durchleuchten, die du vielleicht schon probiert hast, damit du auch verstehst, warum diese Tipps dich nicht weiterbringen und was du stattdessen brauchst, um wirklich zu lernen, dich sichtbar nein, dich sicher zu fühlen, während du sichtbar wirst. Just do it. Oder du musst dich einfach nur trauen slash du musst dich einfach nur überwinden. Das klingt irgendwie total mutig und es macht auch irgendwo Sinn. Es ist aber tatsächlich toxisch und überhaupt gar nicht hilfreich, wenn dein Nervensystem
02:13 – im Alarmzustand ist. Just do it. Tu es einfach. ist eigentlich gar kein schlechter Tipp und funktioniert bei manchen Angelegenheiten richtig gut. Denk mal an die Achterbahn oder an den Sprung vom 5 m Brett. Da kommt dieser Moment, wo du es einfach tun kannst. Ja, du springst einfach ab oder der Hebel von der Achterbahn geht zu. Es gibt kein zurück mehr. So. Während du aber von einem 5 m Brett sprengst oder Achterbahn fährst, da musst du ja ganz gar nichts anderes tun als Angst haben. Da musst du jetzt nicht irgendwo performen. Aber wenn du in Video aufnimmst, dann
02:54 – funktioniert Just do it nicht. Und vielleicht hast du es schon mal probiert. Mir ging es am Anfang so. Hey, irgendwann war der Punkt, wo ich gesagt habe, ich kann jetzt nicht weiter prokrastinieren. Ich zieh es jetzt einfach durch. Just do it. Hörst du auch gerade in der Coachingzene total viel. So, d habe ich den Laptop angemacht, ich habe die Kamera angemacht. Natürlich hatte ich ein Script, aber was ist passiert? Es kam überhaupt gar nichts vernünftiges aus mir raus. Ich konnte keine zwei kongruenten Sätze sprechen. Mir ist der Schweiß ausgebracht gebrochen an den Fingern. Ich habe
03:29 – angefangen zu schwitzen, ich hatte Herzrasen. Also mit Just do it, da quälst du dich nur herum und es bringt dir überhaupt gar nichts weiter, wenn du so richtig Angst hast. Tipp Nummer 2, den wir oft hören, auch gerade in der Coachingszene und oh Gott, ich habe diesen Tipp selber früher weitergegeben, bis ich verstanden habe, dass es absoluter Bullshit ist. Fake it until you make it. Sprich, Sicherheit, Selbstbewusstsein, Souveränität einfach vorspielen, bis du es vielleicht irgendwann auch fühlen kannst. Auch da ist wieder was dran und ich glaube, das funktioniert auf der Bühne. Es funktioniert, wenn du
04:07 – Schauspieler bist, das funktioniert bei einer sonstigen ähm bei einem Auftritt, bei einer Podiumsdiskussion. Vielleicht funktioniert das für Politiker, Rhetoriker. Es funktioniert aber nicht für feinfühlige Menschen, für feinfühlige Coaches, Beraterinnen, Mentorinnen, die wirklich authentisch auftreten wollen. Und Fake It, das merkst du ja schon. Das ist nur gespielt. Das ist nicht echt. Und wenn du ein sehr sensibler Mensch bist, dann riechst du das quasi durch den Ether, ob jemand wirklich selbstbewusst ist oder ob jemand nur selbstbewusst tut. Und wenn du so feinfühlig bist, dann bist du auch feinfühlig, was deine inneren Prozesse angeht und du spürst, ja klar,
04:53 – ich verarsche mich gerade, ich spiele gerade selbstbewusst, ich mache einen auf souverän, aber in Wirklichkeit fühle ich das nicht. Und vielleicht hast du das auch schon mal in anderen Situationen erlebt, dass du selbstbewusster getan hast, als du wirklich warst und dass du dich danach geschämt hast, dass du dich schlecht gefühlt hast, dass du dich vielleicht irgendwie innerlich leer oder hohl gefühlt hast, einfach weil du gespürt hast, in Wahrheit habe ich mich selbst und die anderen betrogen. Und in Wahrheit fühlt sich dieses Betrügen nicht wie etwas an, was ich jetzt gerne mache, was für mich richtig ist. Und
05:28 – dazu passt auch so gut Tipp Nummer 3, den du häufig in der Coachingszene bekommst, wenn es ums Thema Sichtbarkeit geht und zwar den grandiosen Hinweis, dann sei doch einfach du selbst. Und auch der Tipp ist nicht falsch. Ja, dieser Tipp ist so wenig falsch, wie jeder beliebige Kalenderspruch falsch ist. Meinetwegen leb jeden Tag als wär es dein letzter oder in Wahrheit bist du nur eine Seele, die hier ihre Erfahrungen macht. Und das ist alles richtig konzept zu konzeptuell konzeptionell Konzeptu kontext egal. Es ist alles theoretisch richtig, aber wenn dein Nervensystem
06:17 – Angst hat, unsicher ist, im Alarmzustand ist, ist es für deinen Körper nicht richtig. Und das kommt dann wieder zu dieser Entkoppelung, das kommt dann zu dieser Trennung, weißt du, wenn etwas für deinen Kopf Sinn macht, aber für deinen Körper nicht. Und wenn dein Kopf und dein Körper nicht als Einheit zusammenarbeiten können, dann kannst du ja gar nicht wirklich du selbst sein. Du bist nicht wirklich du selbst, wenn du Angst hast und wenn du unsicher bist. Ich denke gerade an dieses Nickers Werbung. Du bist nicht du selbst, wenn du hungrig bist. Und da ist schon was
06:53 – dran. Ja, wenn dein Nervensystem total aktiviert ist, wenn du im Stresszustand bist, dann bist du nicht du selbst. Und wie sollst du denn authentisch sein, wenn du in diesem Stresszustand bist? Ich bin mir sicher, wenn du dieses Video gerade guckst, dann bist du kein Mensch, der jetzt in allen Lebensbereichen immer total gestresst ist und unsicher. Und du bist auch sicher nicht in all deinen Lebensbereichen nicht in der Lage dazu authentisch zu sein. Weißt du, wahrscheinlich bist du sehr authentisch und gut in deiner Arbeit als Mentorin und Coach, weil du da Erfahrungen gesammelt hast und weil du weißt, so ist
07:30 – mein Style, so arbeite ich gern. Aber vielleicht stehst du auch gerade da am Anfang und findest das noch heraus. Dann bist du wahrscheinlich sehr authentisch, echt und sicher. Vielleicht in deiner Rolle als Mutter, vielleicht in deiner Rolle als Partnerin, Freundin, whatever. Du bist vielleicht gut drin, andere zu führen, weil du herausgefunden hast, Mensch, was funktioniert, was funktioniert für mich nicht. Du bist vielleicht sicher, wenn du ins Fitnessstudio gehst, wenn du Dinge machst, in denen du gut bist. All das hast du ja gelernt durch Erfahrungen, die passiert sind. So und genauso ist es mit Authentizität im Onlineum.
08:09 – Authentisch sein vor der Kamera, das ist eine Kunst oder vielleicht viel mehr ein Handwerk, dass du lernst. Und wirklich authentisch zu sein vor der Kamera lernst du dadurch, dass du das immer und immer und immer wieder tust, dich dabei sicher fühlst und dann merkst, hey, ist gar nicht so schlimm. Ich persönlich kenne niemand, der von Stunde Null an wirklich authentisch war vor der Kamera. Und wenn du das mal checken möchtest, dann guck gerne deine liebsten YouTuber an, schau dir mal alte Videos von denen an und guck dann, wie authentisch, wie natürlich war der damals und wie sehr
08:48 – ist das jetzt. Weißt du, ich bin mir sicher, es gibt bestimmt Menschen, die Naturtalente sind, aber die meisten von uns feinfühligen Mentorinnen und Beraterinnen sind das eben nicht, weil wir nicht so naturgemäß die Rampensäue sind, weil wir uns für innere Prozesse interessieren. So, und das sind alles sehr introvertierte Fähigkeiten, die wir oft haben. Und deshalb ist oft dieses mich authentisch vor der Kamera zu zeigen etwas, dass ich erst lernen darf. Und wie alles lernst du das eben durch Wiederholung und das braucht Zeit. Was steckt jetzt also wirklich hinter dieser Angst vor deinem allerersten Post, vor deinem ersten Video oder auch
09:32 – vom allerersten Post, vom allerersten Video, wo du wirklich authentisch du bist. Diese Angst, die ist ja nicht zufällig da. Diese Angst ist alt. Diese Angst ist eine Ansammlung von Blockaden in deinem System, die in Situationen entstanden sind, wo du dich nicht sicher gefühlt hast beim Gesehen werden. Und das können Dinge sein, die jetzt wirklich und wahrhaftig mit einer Bühne zu tun haben, aber die können auch viel subtiler sein. Und das Unterbewusstsein verwebt diese subtilen Ketten und stellt auf Block, wir machen das nicht, wenn nur etwas war vertraut
10:20 – ist, um dich zu schützen, davor verletzt zu werden. Und es können alle Situationen sein, die vielleicht in der Kindheit, Jugend oder auch im erwachsenenalter passiert sind, wo du dich irgendwo peinlich berührt gefühlt hast, wo du vielleicht auch reell ausgelacht wurdest, wo du von deiner Umwelt irgendein negatives Feedback darauf bekommen hast, dass du dich gezeigt hast, dass du sichtbar warst oder auch nur Dinge so interpretiert hast, als wären sie ein negatives Feedback. Das was wir oft nicht begreifen, ist der Verstand weiß heute wahrscheinlich, dass es sicher ist sichtbar zu sein. Ich meine, du weißt vom Verstand her, dass nichts
11:04 – schlimmeres passieren kann, wenn du jetzt dein Gesicht in die Kamera hältst und das Video hochlädst. Und es gibt auch viele Menschen, die versuchen dich da kognitiv rauszureden. Ja, auch du weißt, okay, du bist nicht bedroht, es wird die Welt nicht untergehen. Und im Vergleich zu dem großen Spiel der Welt ist diese Angst, dein Gesicht in eine Kamera zu halten, ein richtiges Luxusproblem. So. Und du weißt das von der Logik her, aber dein Körper, dein Nervensystem weiß es nicht, weil dein Unterbewusstsein immer noch in der Vergangenheit feststeckt. Wenn du diese Ängste hast, sobald du nur ans Posten
11:45 – denkst oder das versuchst, bedeutet es: "Ja, mein Nervensystem hat noch nicht verstanden, dass es sicher ist, mein Körper hat's nicht verstanden und dein Körper ist es eben, der die Entscheidungen trifft. Der Körper wird krank, der Körper blockiert dich, der Körper ermattet oder der Körper hat Energie. Das heißt, du musst immer den Körper auf deine Seite holen, also mit dem Verstand in Einklang bringen, wenn du das umsetzen möchtest, was du wirklich umsetzen willst. Und vielleicht wiederhole ich mich hier aber nur, damit es auch wirklich ins Unterbewusstsein einsickert, damit du auch wirklich verstehst, es geht hier um
12:26 – einen körperlichen Zustand. Und diesen Zustand, den kannst du dir nicht herbeidenken. Es geht um den wahrhaftigen Ausdruck von Entspannung, von Sicherheit, von Klarheit, von Erdung, während du jetzt in eine Kamera sprichst oder während du vielleicht auch einfach zu Hause vorm Laptop sitzt und auf ein weißes Dokument schaust, wenn du gerade deine Message zu einem inspirierenden Post machen möchtest, wenn dein Nervensystem wirklich verstanden hat, ich bin heute sicher sichtbar zu sein. sein, dann wird der Körper zu deinem sicheren Gefäß und Hafen, indem deine Ideen leicht in dir
13:14 – aufsteigen und durch dich hindurch fließen können, durch deine Videos, durch deine Fotos, durch deine Posts. Das passiert dann von selbst. Es passiert dann, dass du einfach schreibst aus einer Emotion heraus und du kannst es dann vielleicht noch so ein bisschen editieren, aber du perfektionierst es nicht. Du postest es einfach und du merkst, boah, da kommt ein tolles Feedback, weil es echt ist. Was du machen kannst, ist, dass du wie ich hier Videos drehen kannst, ohne dass es Stunden deiner Zeit in Anspruch nimmt, ohne dass du es ewig editieren musst, ohne dass du das Gefühl hast, ich bin
13:54 – hier gefangen in einem Content Hamsterrad, das total viel Nerven kostet. Und ich bin ganz ehrlich, auch da war ich ja auch ich habe in den letzten Jahren gelernt, wie ich Content Creation nicht nur so machen kann, dass da regelmäßig was kommt, sondern dass es mich auch nicht überfordert. Und ich glaube, das allerschönste, was passiert, wenn du das lernst, ist, dass du mit dir und deinem Content im Reinen bist und dass du auch gefunden wirst von den Kunden, von den Menschen, die zu dir passen. Nicht, weil du jetzt am lautesten bist, nicht weil du die größten Followerzahlen hast, nicht, weil
14:33 – du die geilste Contentstrategie oder den besten Marketing Funnel hast, sondern weil du klar bist in dem, was du tust und weil du diese Klarheit ausstrahlst. Hey, wenn du dich heute in diesem Video wiedergefunden hast, wenn du was für dich mitnehmen konntest, dann abonniere unbedingt diesen Kanal. In den nächsten Wochen wird noch viel mehr zu diesem Thema Sichtbarkeit für sensible Mentorinnen kommen, sodass auch du bald deine eigene Bühne betreten und deine Message teilen kannst, ohne dass es in Stress ausartet. Hey, ich bedanke mich ganz herzlich für deine Aufmerksamkeit hier und ich freue mich schon riesig aufs nächste Video. Mach's gut. M.
Fragen zu dieser Folge
Ist Mentaltraining grundsätzlich nutzlos?
Nein. Der Titel ist zugespitzt. Die Folge betont, dass rationale Tipps allein nicht jede Form von Unsicherheit auffangen.
Warum hilft „Sei einfach du selbst“ mir nicht weiter?
Weil du deinen Ausdruck in einer neuen Situation möglicherweise erst kennenlernst. Authentizität muss nicht auf Anhieb mühelos aussehen.
Was gilt bei starker körperlicher Angst oder wiederholtem Schwindel?
Lass solche Beschwerden fachlich abklären. Die Folge stellt keine Diagnose und ersetzt keine individuelle Behandlung.