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Hypnospace Podcast

Dieses Video ist keine gute Idee.

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Du hast tausend Ideen, aber setzt keine davon um? Oder du denkst: Ich habe keine guten Ideen, ich bin nicht kreativ oder ich fange ständig etwas an und komme nie wirklich ins Machen?

Vielleicht fehlt dir nicht die richtige Idee – vielleicht denkst du deine Ideen einfach kaputt, bevor du überhaupt angefangen hast.

In diesem Video geht es um Kreativität, Overthinking, Prokrastination und kreative Blockaden – und darum, warum du deine Ideen nicht erst perfekt durchdenken musst, bevor du sie umsetzt. Egal ob du Content erstellen, ein Buch schreiben, einen Podcast starten oder ein kreatives Projekt umsetzen willst: Du musst vorher nicht wissen, ob deine Idee gut ist. Manchmal findest du das erst heraus, indem du sie ausprobierst.

Wenn du also das Gefühl hast „Ich setze meine Ideen nicht um“, ständig prokrastinierst oder glaubst, dir würden einfach die guten Ideen fehlen: Vielleicht brauchst du nicht mehr Inspiration. Vielleicht musst du endlich einen Fisch aus dem Teich holen. 🐟

Weiterführende Folge zum Sprechen vor der Kamera: Du kannst reden – bis du dich selbst filmst.

Auf Spotify heißt diese Folge „Deine beste Idee muss sterben.“

Worum es in dieser Folge wirklich geht

Du musst nicht vorher wissen, ob deine Idee gut ist. Vielleicht wird sie erst beim Schreiben, Sprechen oder Skizzieren interessant. In dieser Folge geht es um den Ideenteich: ein Bild dafür, wie wir einzelne Vorhaben mit Erwartungen füttern und dabei den Anfang verlieren. Ich lade dich zu einem kleinen Versuch ein, der Erkenntnis bringen darf, ohne deine ganze Zukunft tragen zu müssen.

Das nimmst du mit

  • Erkenne, welche Idee du mit Erwartungen an Erfolg auflädst, ohne sie praktisch zu erproben.
  • Wähle einen Gedanken und gib ihm zehn Minuten: als Textseite, Sprachnotiz oder Skizze.
  • Behandle den ersten Entwurf als Erkundung und folge auch den neuen Ideen, die erst beim Machen auftauchen.
Transkript der Folge lesen

Redaktionell gekürzte und sprachlich geglättete Lesefassung auf Grundlage der automatisch erzeugten deutschen YouTube-Untertitel. Wiederholungen und Kanalhinweise wurden gekürzt; die Zeitmarken beziehen sich auf das YouTube-Video.

00:03 – Wenn du deine Ideen kaputtdenkst

Ich glaube, dieses Video ist keine gute Idee. Genau deswegen nehme ich es jetzt auf. Vielleicht bist du ein bisschen wie ich: Du hast nicht zu wenige Ideen, sondern zu viele, die nie umgesetzt werden. Irgendwo in deinem Entwürfeordner liegt eine Idee, bei der du immer denkst: Irgendwann mache ich das. Aber es passiert nicht.

Vielleicht erzählt dir eine fiese Stimme, dass du faul bist. Ich glaube, oft geschieht etwas anderes: Nach dem kurzen Moment der Begeisterung kommen sofort die Überlegungen. Was sind die Konsequenzen? Was ist das Potenzial? Wie verkaufe ich das? Ist es wirklich gut? Nach fünf Minuten ist die Idee so weit zerlegt, dass du sie nicht mehr ausprobierst. Du findest nie heraus, ob sie tatsächlich gut oder schlecht gewesen wäre.

01:50 – Der Ideenteich und der Monsterfisch

Mir hat ein Bild geholfen, das ich mit Julia Camerons Buch „Der Weg des Künstlers“ verbinde: der Ideenteich. Stell dir vor, in deinem Inneren gibt es einen Teich voller kleiner Fische. Manche schillern, manche sind ungewöhnlich, manche wirken unscheinbar. Das sind deine Ideen.

Du könntest einen Fisch herausholen, zubereiten und herausfinden, ob daraus ein schmackhaftes Gericht wird. Häufig machen wir etwas anderes: Wir suchen uns einen besonders schönen Fisch aus und füttern ihn über Tage, Wochen oder Jahre mit Überlegungen, Hoffnungen und großen Erwartungen. Irgendwann ist daraus ein Monsterfisch geworden.

Wenn wir wenige Ideen nur in Gedanken füttern, werden sie riesig und nehmen den anderen kleinen Ideen den Platz weg. Das ist dann dieses eine Buch, das wir unbedingt schreiben wollen. Dieses eine Video, das unseren Durchbruch bringen soll. Dieses eine Businessprojekt, von dem wir uns alles versprechen.

Solange du den Fisch nur im Kopf fütterst, findest du nicht heraus, ob die Idee trägt. Das schützt dich auch vor Enttäuschung. Der Traum bleibt unberührt und muss sich nicht als möglicherweise schlechte Idee erweisen. Vielleicht fütterst du aber gerade die Ideen, die in der Praxis gar nicht so interessant wären, während andere unentdeckt bleiben.

05:34 – Eine kleine Idee praktisch ausprobieren

Du kannst mit deinem Teich anders umgehen: Nimm irgendeine Idee, nicht unbedingt die schönste oder wichtigste, und bereite sie zu. Du hast einen Gedanken für einen Podcast? Nimm zehn Minuten deine Stimme auf und höre, ob darin Energie steckt. Du hast eine Buchidee? Schreib eine Seite.

Vielleicht hast du das schon einmal versucht und warst enttäuscht. In deinem Kopf war das Buch ein literarisches Meisterwerk. Auf dem Papier steht plötzlich nur ein Entwurf. Oder du denkst lange über ein Video nach, in dem deine ganze Wahrheit stecken soll, und vor der Kamera klingt es unbeholfen. Wenn genau das dein Thema ist, geht es in der vorigen Folge um die Fähigkeit, vor der Kamera zu sprechen.

07:20 – Was erst während des Machens entsteht

Ideen haben für mich etwas Kreatives und auch etwas Spirituelles. So erlebe ich es persönlich. Gleichzeitig kann unser rationales Denken schon viele Schritte voraus sein und dadurch einen ersten Impuls ersticken. Der kreative Prozess entfaltet sich für mich nicht allein dadurch, dass ich über eine Idee nachdenke. Mein Denken erweitert sich auch während des Schreibens, Sprechens und Gestaltens.

Vielleicht nimmst du heute eine Idee, die dir mittelmäßig erscheint, oder eine, die du genial findest. Du schreibst zehn Minuten, sprichst fünf Minuten eine Notiz ins Handy oder machst eine Skizze. Währenddessen entdeckst du womöglich: Diese Idee ist gar nicht so interessant, aber direkt daneben liegt eine andere. Im Tun öffnen sich Türen, die du beim bloßen Überlegen nicht gesehen hast.

Vielleicht kennst du das schon von einer Nachricht: Du wolltest einen Satz schreiben, und während des Schreibens entwickelte sich der Gedanke weiter. Im Bild des Ideenteichs gibst du beim Zubereiten Salz, Pfeffer, Knoblauch oder Zitrone hinzu. Aus einem unscheinbaren Fisch wird etwas Interessantes. Ein besonders schillernder Fisch kann dagegen enttäuschen. Herausfinden kannst du das erst beim Ausprobieren.

09:50 – Zehn Minuten statt eines neuen Großprojekts

Welche Idee hast du gerade im Hinterkopf, während du zuhörst? Die erste, die dir einfällt, darfst du jetzt zehn Minuten ausprobieren. Es muss nicht die größte sein, nicht diejenige, die dich reich und berühmt macht, und nicht die Idee, an der deine ganze berufliche Zukunft hängt.

Gerade die stark aufgeladenen Ideen können viel Enttäuschungspotenzial haben, aber auch viel Erkenntnispotenzial. Vielleicht nimmst du eine, die schon etwas zu lange im Teich schwimmt. Es geht um ein Zehn-Minuten-Projekt, nicht um eine neue große Aufgabe oder eine Dreißig-Tage-Challenge. Nimm etwas, das noch nicht komplett zergrübelt ist, etwas, in dem noch ein bisschen Energie steckt und das noch kribbelt. Probiere aus, was daraus werden kann.

Fragen zu dieser Folge

Was, wenn mein erster Entwurf viel schlechter ist als die Idee in meinem Kopf?

Das darf passieren. Ein Entwurf zeigt dir, was schon trägt, was noch fehlt und welche andere Richtung interessant sein könnte. Zehn Minuten Ausprobieren verpflichten dich weder zu einem fertigen Projekt noch zur Veröffentlichung.