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Keine Content-Ideen? Mach nur DAS.

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Du willst Content machen und endlich auf Social Media sichtbar werden – aber jedes Mal kommt dieselbe Frage: Was soll ich eigentlich posten?

Vielleicht willst du seit Wochen oder Monaten anfangen. Aber die Content-Ideen fehlen, du kommst nicht ins Machen oder fühlst dich inzwischen komplett kreativ blockiert.

In dieser Folge geht es darum, warum Content plötzlich so schwer werden kann – und was Kreativität wirklich braucht, damit wieder etwas entsteht.

Worum es in dieser Folge wirklich geht

Wenn dir für Content plötzlich nichts mehr einfällt, fehlt dir nicht automatisch Disziplin oder Strategie. Vielleicht ist Kreativität unter Erwartungen, ständigem Input und dem Gefühl unerledigter Hausaufgaben leise geworden. Nadja zeigt in dieser Folge, warum eine bewusst gewählte kreative Pause helfen kann, welche Umgebung Ideen begünstigt und weshalb Erschaffen und Bewerten zwei verschiedene Phasen brauchen.

Das nimmst du mit

  • Warum eine echte kreative Pause etwas anderes ist als Aufschieben mit schlechtem Gewissen
  • Wie weniger Input, Bewegung und eine stimmige Umgebung deiner eigenen Stimme wieder Raum geben können
  • Warum du eine zarte Idee zuerst erschaffen und erst in einem zweiten Schritt bewerten und formen solltest
Transkript der Folge lesen

Redaktionell leicht gekürztes und sprachlich geglättetes Transkript auf Grundlage der automatisch erzeugten deutschen YouTube-Untertitel.

Wenn du zum ersten Mal oder endlich wieder Content machen möchtest, aber keine Ahnung hast, wo du anfangen oder was du sagen sollst, dann hör auf, Content machen zu wollen. Vielleicht hast du noch nie ein einziges Reel aufgenommen und schiebst es seit Jahren oder Monaten vor dir her. Vielleicht hast du aber auch, so wie ich, schon mehrere Hundert Videos gemacht. Es ist vollkommen egal, denn wir Menschen hängen uns in den allermeisten Fällen am gleichen Punkt auf.

Bevor wir über die perfekte Idee, Content-Strategie oder Messaging sprechen, dürfen wir uns an etwas erinnern, das wir als Creator so gerne vergessen: Wir müssen gute Ideen nicht jagen. Wir dürfen die innere und äußere Umgebung schaffen, in der Ideen wieder leichter zu uns kommen können.

Ich habe das in den vergangenen Wochen am eigenen Leib erfahren. Seit Mitte Juli hatte ich keinen Content mehr gemacht, weil ich es einfach nicht gefühlt habe. Dann passiert etwas, das du vielleicht kennst: Du sagst dir, morgen mache ich es. Morgen passiert es nicht. Dann eben übermorgen. Auch da passiert es nicht. Schließlich blockst du dir am Wochenende zwei Stunden im Kalender – und wieder entsteht nichts.

Damit wird Kreativität zu einem Produktivitätsding, zu einer Aufgabe. Dieses Gefühl von unerledigten Hausaufgaben, von „Ich müsste eigentlich“ und „Ich habe es mir doch vorgenommen“ ist eine denkbar schlechte Ausgangslage, um etwas Kreatives zu erschaffen, das dir Freude macht und das sich später vielleicht auch andere Menschen gerne anschauen.

Wenn wir diesen Zyklus einige Wochen leben, macht unser Verstand das, was er oft macht: Er erfindet eine Geschichte dazu. Diese Geschichte wird irgendwann zur Identität und heißt dann: „Ich bin kreativ blockiert.“ Wenn ich das denke, finde ich im Alltag immer neue Belege dafür: Schon wieder nichts gemacht, schon wieder keine Ideen. Dann kommen Fragen wie: Was ist falsch mit mir? Muss ich meine Positionierung verändern? Muss ich erst noch etwas an mir bearbeiten, damit die Ideen wiederkommen?

Wenn du seit Wochen oder Monaten auf diese Weise mit deiner Kreativität kämpfst, kann eine bewusst gewählte kreative Pause helfen. Wenn du seit Wochen nichts machst, bist du faktisch bereits in einer Pause – nur mit schlechtem Gewissen. Eine echte Pause bedeutet nicht: Ich pausiere drei Tage, damit ich am Freitag sieben Reels produzieren kann. Es geht nicht um eine Pause als heimliche Produktivitätstechnik, sondern um eine wirkliche Unterbrechung.

Du musst in dieser Zeit nichts tun, um auf Ideen zu kommen. Du musst nicht testen, ob deine Kreativität noch da ist, und dich nicht dafür verurteilen, dass gerade nichts entsteht. Du machst Pause, solange es nötig ist: zwei Wochen, vier Wochen oder, wie bei mir, sechs bis acht Wochen. Es ist eine Zeit, in der du nicht kreativ sein musst und stattdessen wieder Bedingungen schaffen kannst, in denen Kreativität später möglich wird.

Ich benutze dafür gerne eine Metapher: Kreativität hat etwas Katzenhaftes. Als Haustierbesitzer kannst du einiges dafür tun, dass sich eine Katze bei dir wohlfühlt. Du kannst ein Körbchen und einen Kratzbaum aufstellen oder deinen Balkon herrichten. Wenn es für sie passt, kommt die Katze vielleicht zu dir, schmiegt sich an deine Beine oder springt sogar von selbst auf deinen Schoß.

Wenn sich die Katze – also deine Kreativität – seit Wochen unter der Couch versteckt, bringt es nichts, sie mit Gewalt hervorzuzerren. Dadurch wird sie dir eher aus dem Weg gehen. Sei deshalb ehrlich mit dir: Vermutlich weißt du ziemlich genau, was hinter den Kulissen deines Lebens deine Kreativität begrenzt. Und vielleicht weißt du auch, was du in einer kreativen Pause brauchst, damit die Umgebung innen und außen wieder stimmiger wird.

Das sieht für jeden Menschen anders aus. Denk an eine Zeit zurück, in der du sehr kreativ warst. Wie hast du deine Freizeit verbracht? Wovon hast du mehr gemacht, wovon weniger? Warst du häufiger draußen, hattest du mehr Ruhe oder mehr Austausch mit anderen Menschen? Was war damals so, dass sich dein Leben kreativ und vielleicht auch ein wenig magisch angefühlt hat und Ideen leichter kamen?

Ich habe in meiner Pause wieder gemerkt, dass Bewegung für mich ein großer Schlüssel ist. Wenn ich Sport mache, mich viel bewege und draußen bin, gehen in meinem Kopf von allein viele Türen auf. Zuerst bin ich ausgeglichener, später kommen die Ideen. Vielleicht ist es bei dir aber etwas ganz anderes.

Sobald uns einfällt, was uns helfen könnte – ein Mittagsschlaf, ein Spaziergang, Tanzen, Sport oder ein langes Gespräch mit einer Freundin – meldet sich oft die innere Stimme: „Dafür habe ich keine Zeit, ich muss doch Content machen.“ Was aber, wenn genau diese Zeit die eigentliche kreative Arbeit ist? Zeit, um die Umgebung für die Katze oder, etwas poetischer, den Garten wiederherzustellen, in dem Ideen wachsen können.

Vielleicht fehlt dir viel mehr die Zeit dafür als die Zeit für Content. Die Zeit, eine Idee umzusetzen, entsteht oft leichter, wenn du etwas gefunden hast, für das du brennst und dem du eine Form geben möchtest.

Frag dich also: Was brauche ich, um kreativ zu sein? Wenn wir sagen, wir bräuchten Inspiration, brauchen wir manchmal in Wirklichkeit weniger Input. Wir sind viel online, schauen Videos, Nachrichten und Storys, lesen Bücher und hören Podcasts. Gleichzeitig wundern wir uns, warum wir unsere eigene kreative Stimme nicht mehr hören, obwohl wir den Kopf in jeder freien Minute mit den Gedanken anderer Menschen füllen. Vielleicht kommt die Katze auch deshalb nicht unter der Couch hervor, weil es in der Wohnung ununterbrochen zu laut und unruhig ist.

Wenn durch die veränderten Bedingungen wieder eine zarte Idee auftaucht, beginnt der zweite wichtige Teil. Wir greifen diese Idee oft sofort, ziehen sie auf den Schoß und verlangen, dass sie jetzt funktioniert. Im Alltag klingt das so: Wie vermarkte ich das? Passt es perfekt zu meiner Zielgruppe? Ist es on-brand? Welche Hook brauche ich? Wenn du gerade erst beginnst, kommen vielleicht andere Fragen: Wie sage ich das? Sehe ich dabei komisch aus? Was denkt mein Chef? Ist die Idee zu banal? Darf man so etwas online sagen?

Genau diese gleichzeitige Bewertung kann Kreativität wieder verscheuchen. Du machst das Mikrofon an und weißt plötzlich nicht mehr, was du sagen wolltest. Wir versuchen, gleichzeitig Fußballspieler und Schiedsrichter zu sein – oder gleichzeitig Künstlerin und Kritikerin. Das funktioniert schlecht. Wir dürfen unterscheiden, wann es Zeit zum Erschaffen und wann es Zeit zum Formen ist.

In einen kreativen Flow zu kommen, kann leicht sein. Darin zu bleiben und ihn nicht sofort zu zerstören, ist eine Kunst. Stell dir ein Malbuch vor: Du kannst perfekt innerhalb der Linien zeichnen. Oft macht es aber mehr Freude, erst das ganze Blatt mit Farbe und Glitzer zu füllen und dem Ergebnis anschließend eine Form zu geben.

Gerade wenn wir lange nicht kreativ waren oder etwas professionell machen wollen, analysieren wir eine erste Idee schnell zu Tode. Statt ein vielleicht noch unvollkommenes Reel oder Video aufzunehmen – notfalls nur für uns – schlafen wir zwölfmal darüber. Bis die Kamera angeht, ist kein Leben mehr darin.

Ein weiterer Fehler kann sein, eine zarte Idee sofort einer künstlichen Intelligenz zu geben und zu sagen: „Bring mir das in eine bessere Form.“ Dadurch verpasst du möglicherweise einen Teil deines eigenen kreativen Prozesses. Kreativität heißt auch, einen ersten Gedanken aufzunehmen und ihm Raum zu geben, während er sich durch Schreiben oder Sprechen weiterentwickelt. Viele Schleifen, Bilder und neue Gedanken entstehen erst im Tun.

Das Schöne an Kreativität ist, dass du ins Unbekannte gehst. Da ist ein Funke, und du weißt noch nicht, wohin er führt. Du nimmst den Stift oder schaltest die Kamera ein. Währenddessen gehen neue Türen auf, und am Ende entsteht vielleicht etwas anderes als erwartet. Diesen eigenen Schöpfungsprozess kann dir keine KI abnehmen.

Kreativität und Intuition haben für mich viel miteinander zu tun. Eine Idee kann rätselhaft wirken und sich erst im Prozess entfalten. Dafür braucht es ein gewisses Nichtwissen. So wie Sterne vor einem dunklen Nachthimmel sichtbar werden, braucht auch eine neue Idee einen Raum, in dem noch nicht feststeht, was am Ende daraus wird. Dich in diesem Prozess zu erfahren, kann ein wesentlicher Teil der Freude am kreativen Schaffen sein.

Diese Folge ist auch für mich selbst ein Beweis dafür, dass es für Kreativität nicht immer viel braucht. Ich habe meine sechswöchige kreative Pause damit verbracht, meine Wohnung schöner zu machen, bessere Bedingungen für meine Kreativität zu schaffen und ehrlich hinter die Kulissen meines Business zu schauen. Als die erste zarte Idee kam, habe ich nicht lange gewartet, sondern Mikrofon und Kamera eingeschaltet.

Ich lade dich ein, zwei Dinge aus dieser Folge mitzunehmen: Mach die Wohnung schön – du weißt selbst am besten, was das in deinem Fall bedeutet. Und wenn die Katze kommt, erschreck sie nicht. Gib deiner Idee erst Raum, bevor du von ihr verlangst, perfekt, strategisch oder vermarktbar zu sein.

Fragen zu dieser Folge

Was kann ich tun, wenn mir keine Content-Ideen einfallen?

Nimm bewusst Druck aus dem Prozess und beobachte, unter welchen Bedingungen du früher leicht kreativ warst. Reduziere fremden Input und gib einer ersten Idee Raum, bevor du sie bewertest oder vermarktest.