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Dein „Traumleben“ ist eine Beleidigung für deine Kreativität.

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In dieser Folge

Du willst kreativer werden, mehr Ideen haben und wieder richtig Lust darauf bekommen, etwas zu erschaffen? Kreativität beginnt nicht erst, wenn du Content machst, schreibst, malst oder etwas Neues erschaffst. Sie beginnt viel früher – mit der Art, wie du lebst, worauf du neugierig bist und ob in deinem Alltag noch Dinge passieren dürfen, deren Ausgang du nicht kennst. In dieser Folge geht es darum, was kreative Menschen anders machen, wie du wieder in deinen Creator Modus kommst und was Kreativität mit Manifestieren, Reality Transurfing, Timeline Jumping und Quantum Jumping zu tun hat. Im Reality Transurfing nach Vadim Zeland gibt es die Idee der Anomalous Action: etwas zu tun, das außerhalb deiner gewohnten Muster liegt – gerade ohne zu wissen, wohin es führt. Vielleicht erschaffen wir nämlich nicht nur Bilder, Texte, Videos, Ideen oder Businesses. Vielleicht erschaffen wir auf dieselbe Weise auch unser Leben. Kreative Menschen machen nicht einfach kreative Dinge. Sie führen ein kreatives Leben.

Worum es in dieser Folge wirklich geht

Ein kreatives Leben entsteht nicht erst im reservierten Zeitfenster und auch nicht durch einen perfekt verwalteten Zukunftsplan. Nadja lädt dich ein, Neugier, Umwege und kleine unvorhersehbare Entscheidungen wieder ernst zu nehmen. Die Idee der „Anomalous Action“ aus dem Reality Transurfing dient dabei als mögliches Bild: Du musst keine metaphysische Erklärung glauben, um im Alltag eine neue Tür zu öffnen.

Das nimmst du mit

  • Warum ein optimiertes „Traumleben“ ebenso vorhersehbar und leblos werden kann
  • Wie Neugier, Umwege und zweckfreie Erfahrungen deinen kreativen Ausdruck nähren
  • Anomalous Action als undogmatisches Experiment statt als neues Selbstoptimierungsprogramm
Transkript der Folge lesen

Redaktionell leicht gekürztes und sprachlich geglättetes Transkript auf Grundlage der automatisch erzeugten deutschen YouTube-Untertitel.

Ich glaube, es ist eigentlich lächerlich einfach, ein kreatives Leben zu führen. Das Problem ist nur, dass die meisten Menschen im Laufe ihres Lebens irgendwann vergessen, wie es geht. So ging es mir auch. Vielleicht hast du vergessen, wie es geht, aber du hast ganz bestimmt nicht vergessen, wie es sich anfühlt: diese Vorfreude auf dein Leben, dieses kribbelige Gefühl, dass heute etwas Spannendes passieren könnte. Das Gefühl, dass das Leben abenteuerlich, mysteriös und romantisch ist und dass deine Geschichte noch nicht fertig geschrieben ist.

Wenn du dir ein außergewöhnliches Leben erschaffen, von etwas leben möchtest, das du liebst, ein Business aufbauen, Creator sein oder Kunst machen willst, brauchst du dieses Gefühl zurück. Nicht nur manchmal an einzelnen Tagen, sondern als feine Spur, die sich durch deinen Alltag zieht – auch an einem ganz normalen Montag.

Oft denken wir, wir bräuchten dafür etwas Bestimmtes: einen Partner, einen anderen Job, mehr Geld oder unser „Traumleben“. Auch ich habe dieses Wort früher in meinem Content verwendet. Heute gefällt es mir nicht mehr, weil auch dein Traumleben zur Normalität werden kann. Vielleicht ist es sogar leichter, sich ein außergewöhnliches Leben zu erschaffen, wenn der Alltag gerade grau und langweilig ist. Schwieriger kann es sein, die Lebendigkeit in einem Leben wiederzufinden, das schon komfortabel ist.

Wenn wir in der Ecke von Manifestation und „Erschaffe dein Traumleben“ landen, verwechseln wir Gestalten häufig mit Optimieren oder Verwalten. Wir bauen Vision Boards und To-do-Listen und entwerfen einen strukturierten Stundenplan für unser zukünftiges Ich: früh aufstehen, meditieren, Sport machen, gesund essen. Vielleicht entwickeln wir sogar die Disziplin dafür. Wenn es sich dabei aber nicht lebendig anfühlt, ist es Optimieren – nicht Gestalten.

Mit Gestalten meine ich einen schöpferischen Prozess. Dazu gehört, dass wir nie genau wissen, was als Nächstes passiert. Wenn ich ein Bild malen oder ein Buch schreiben möchte, habe ich vielleicht eine grobe Vision. Der Spaß entsteht aber auch dadurch, dass auf dem Weg unvorhersehbare Dinge passieren. Diese Unvorhersehbarkeit fühlt sich am Ende abenteuerlich, romantisch und lustvoll an.

Du kannst heute in einem Leben stehen, das vor drei Jahren dein absolutes Traumleben gewesen wäre. Wahrscheinlich hast auch du Dinge erreicht, von denen du früher geträumt hast: eine Beziehung, einen bestimmten Job oder finanzielle Sicherheit. Wenn du dort ankommst, normalisiert es sich mit der Zeit. Der Alltag jagt auch mich jeden Tag wie ein grauer Schatten. Deshalb versuche ich, ihm ein paar Schritte voraus zu sein, weil ich weiß, dass jedes frühere Endziel irgendwann wieder normal wird.

Ich war lange in einer Phase, in der sich mein Leben überhaupt nicht lebendig oder abenteuerlich anfühlte. Ich arbeitete in einem Archiv bei einer Behörde. Es war im wahrsten Sinne des Wortes alles grau. Ich sehnte mich danach, etwas Kreatives zu machen, von zu Hause zu arbeiten und wieder Lebendigkeit zu spüren. Meine Vorstellung davon war aber verquer: Ich glaubte, ich müsste mir abends zwei Stunden reservieren und dann würde Kreativität auf Knopfdruck aus mir herauskommen.

Genau hier liegt ein häufiger Fehler. Es geht nicht nur darum, einzelne Zeitslots zu finden, in denen du kreativ sein darfst. Kreative Menschen sind nicht ausschließlich abends kreativ, nachdem sie tagsüber ein vorhersehbares Leben geführt haben. Sie leben so, dass etwas aus ihnen entstehen kann. Sie lassen zu, dass das Leben sie überrascht, folgen Interessen, gehen Umwege und hören auf diesen inneren Kompass: Darauf habe ich gerade Lust.

Dann ist kreativer Ausdruck nicht nur zusätzliche Arbeit, sondern ein natürliches Nebenprodukt des Lebens. Ich habe jahrelang versucht, Kreativität aus einem vorhersehbaren Leben herauszuquetschen. Das kann funktionieren, aber es kann dich auch ausbrennen. Mehr Freude entsteht, wenn du in eine neugierige Energie zurückfindest, in der dich das Leben überraschen darf.

Die Frage lautet deshalb: Wo kribbelt es? Was möchtest du schon lange machen, erleben oder ausprobieren, während dein rationaler Verstand immer fragt: Was bringt mir das? Als Kinder kennen wir Vorfreude und Abenteuer. Später lernen wir, fast alles nach Nutzen zu beurteilen. Aber „Was bringt es konkret?“ hat eine ganz andere Energie als „Worauf habe ich wirklich Lust?“ Was ruft dich, obwohl es auf den ersten Blick keinen vernünftigen Zweck erfüllt?

Ich könnte meine Geschichte vom langweiligen Archivjob bis zu meiner heutigen Arbeit im Nachhinein als logisch aufgebaute Erfolgsgeschichte erzählen. Während ich mittendrin war, hat sich jedoch kein Schritt wie A, B und C angefühlt. Rückblickend machen wir unsere Lebensgeschichten gerne schlüssig. Im Moment selbst wissen wir oft nicht, wohin etwas führt. Genau darin liegt ein Teil des Spaßes.

Für mich besteht das Geheimnis darin, weniger zu fragen: Wie funktioniert es genau, was nützt es und was bringt es? Stattdessen kann ich mein Leben stärker danach ausrichten, worauf ich Lust habe, was mir das Leben anbietet und wozu ich einfach aus Freude Ja sagen könnte, obwohl ich normalerweise Nein sage.

Mir hat dabei eine Idee aus dem Buch „Reality Transurfing“ von Vadim Zeland geholfen: die „Anomalous Action“, also eine Handlung außerhalb deiner gewohnten Muster. Der Autor verbindet das mit einem metaphysischen Konzept und der Vorstellung, dass sich andere Lebenslinien öffnen oder ein „Timeline Jump“ möglich wird, wenn du dich anders entscheidest als sonst. Du kannst diese metaphysische Ebene glauben. Es ist aber nicht notwendig. Auch ganz rational kann nur etwas Ungewöhnliches passieren, wenn du dich gelegentlich anders als gewöhnlich verhältst.

Die wichtigste Herausforderung ist, daraus nicht gleich die nächste Aufgabe zu machen. Anomalous Action kann sonst schnell wieder zum Optimierungsprogramm werden: Montag Töpferkurs, Dienstag mit dem Fahrrad zur Arbeit, Mittwoch allein tanzen und Donnerstag spontan den Job kündigen. Es geht nicht darum, ständig spektakuläre Dinge zu tun. Entscheidend ist, welche Energie eine neue Handlung in dein Leben bringt.

Vielleicht gehst du zu einem Töpferkurs und stellst fest, dass du Töpfern überhaupt nicht magst. Dann war die Erfahrung nicht nutzlos. Du warst zwei Stunden in einem Haus und einer Straße, in die du sonst nie gegangen wärst, zu einer Zeit draußen, in der du sonst zu Hause bist, und hast mit Menschen gesprochen, denen du sonst nicht begegnet wärst.

Bei einer Anomalous Action passiert nicht jedes Mal etwas Magisches. Schon die innere Haltung kann sich verändern: Ich öffne heute eine neue Tür und schaue, was dahinter liegt. Es geht weniger darum, was sich tatsächlich hinter dieser Tür befindet, als um die Energie, in der du sie öffnest.

Viele gute Dinge in deinem Leben sind wahrscheinlich entstanden, weil du dich einmal außerhalb deiner geregelten Alltagsbahnen bewegt hast. Ich habe die Frau, mit der ich heute verheiratet bin, auf diese Weise kennengelernt. Ich folgte einem Impuls und ließ mich von einer Person, die ich kaum kannte, im Winter unter der Woche zu einer Party einladen – obwohl ich meine Wohnung abends normalerweise ungern allein verlasse.

Stell dir vor, du würdest diesen kleinen Impulsen öfter nachgeben. Vielleicht wachst du dann morgens mit der Frage auf: Was hat das Leben heute für mich? Was könnte ich anders machen? Und welches Projekt, welche Idee oder Erfahrung kribbelt schon die ganze Zeit, während du sie aufschiebst, weil du nicht weißt, ob sie Geld, Erfolg oder dein vermeintliches Traumleben bringt?

Wenn du eine Weile mehr unerwartete Handlungen in deinen Alltag bringst, kann sich dein Lebensgefühl verändern. Daraus können Ausdruck, Ideen, Umwege, Begegnungen und Intensität entstehen. All das wird Material – nicht nur für ein Video, ein Bild oder etwas, das du anderen zeigst, sondern auch für das Gefühl, dein Leben wieder wirklich zu leben.

Wenn du nur eine Sache aus dieser Folge mitnimmst, dann diese Frage: Wo kribbelt es? Nicht: Wie kann ich mein Potenzial maximieren? Sondern: Wo kribbelt es jetzt gerade? Folge diesem Kribbeln und probiere die eine Sache wirklich aus. Vielleicht entsteht daraus kein Businessmodell, kein Geld, keine Liebe und keine besondere Synchronizität. Vielleicht entsteht nur ein ziemlich komischer Mittwoch. Aber auch dieser Mittwoch kann verändern, wie du am Donnerstag entscheidest. Genau so kann dein Leben Schritt für Schritt wieder kreativer und lebendiger werden.

Fragen zu dieser Folge

Muss ich an Reality Transurfing oder Timeline Jumping glauben?

Nein. Du kannst „Anomalous Action“ ganz pragmatisch als Einladung verstehen, gewohnte Muster zu verlassen und offen zu beobachten, was eine neue Erfahrung in dir anstößt.