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Du denkst, du machst Rückschritte? Vielleicht kommst du gerade bei dir an.

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In dieser Folge

Wieder im alten Muster? Rückschritte genauer verstehen

Eigentlich wolltest du ein Video aufnehmen. Zwei Stunden später veränderst du noch immer die Schrift auf deiner Website. Solche Umwege kenne ich. In dieser Folge schaue ich darauf, warum Vertrautes gerade dann anziehend sein kann, wenn ein neuer Schritt bevorsteht.

Nicht jede Wiederholung bedeutet, dass deine bisherige Entwicklung umsonst war. Sie ist aber auch nicht automatisch Fortschritt. Wir sprechen über das Bemerken alter Muster und darüber, Gefühle nicht nur zu erkennen, sondern ihnen in einem tragfähigen Rahmen zu begegnen. Du musst dich dabei nicht überfordern, um zu beweisen, dass du mutig oder schon weiter bist.

Passend dazu: Gib mir 10 Minuten – und du begreifst, warum Stillstand Fortschritt ist.

Worum es in dieser Folge wirklich geht

Diese Folge lädt dich ein, zwischen einem alten Muster und deiner heutigen Beziehung dazu zu unterscheiden. Vielleicht bemerkst du inzwischen früher, was passiert. Vielleicht brauchst du aber auch andere Unterstützung oder eine Pause. Beides verdient einen genaueren Blick statt eines schnellen Urteils. Entwicklung muss sich nicht immer neu anfühlen, und du musst nicht jede schwierige Phase nachträglich zu einem Erfolg erklären.

Das nimmst du mit

  • Erkenne vertraute Ersatzaufgaben vor einem ungewohnten Schritt.
  • Achte darauf, ob du ein Muster heute früher bemerkst.
  • Suche einen tragfähigen Umgang mit Gefühlen statt maximaler Intensität.
Transkript der Folge lesen

Automatisch erzeugte deutsche YouTube-Untertitel. Der Quelltext wurde unverändert übernommen und nur in Absätze mit Zeitmarken gegliedert. Er ist nicht redaktionell geprüft und kann Erkennungsfehler enthalten. Die Zeitmarken beziehen sich auf die YouTube-Fassung.

Quelle: Originalvideo auf Nadjas YouTube-Kanal.

00:00 – Du wolltest es diesmal anders machen und dich endlich so verhalten wie dein neues Ich. Und doch hast du wieder genau das getan, was du eigentlich nicht tun wolltest oder vielleicht auch nicht getan, was du eigentlich tun wolltest. Und hey, mir ging's heute so, ich bin voll in ein altes Muster gerutscht und habe währenddessen gemerkt, ja, stopp, aber genau das ist eigentlich richtige Integration. Und wahrscheinlich kennst du das super gut, ja? Du hast die Klarheit, du hast die Erkenntnis, du weißt ganz genau, was du tun möchtest, was du verkörpern möchtest, aber irgendwie kriegst du es nicht hin, weil

00:45 – alles in dir streigt, obwohl du es besser weißt. Ja, vielleicht geht's dir so ähnlich wie mir. Du bist YouTuber, du bist Content Creator und sagst: "Ja, heute da mache ich ein neues Video. Heute gehe ich raus mit meinem Angebot und dann verzettelst du dich und änderst irgendwie zwei Stunden die Schrift von deiner Website, nicht weil das jetzt wichtig ist, sondern weil sich das sicher anfühlt. Oder aber im Allgemeinen, du möchtest etwas Kreatives tun, du möchtest ein Podcast aufnehmen, du möchtest ein Bild malen, du möchtest ein Gedicht schreiben und stattdessen putzt du den Kühlschrank einfach, weil du

01:24 – nicht anders kannst und du denkst, es liegt daran, ich kann nicht anders und denkst nicht weiter. In Wirklichkeit, es ist ein Nervensystem, das sich schützen muss, weil es für diese Form von Sichtbarkeit oder für diese Form von kreativen Ausdruck einfach nicht bereit ist. Und weil trotzdem der Wunsch da ist, was produktives zu tun, wo du ein Ergebnis ziehst, nimmst du quasi das Metadonprogramm, du machst den Ersatz, du putzt deinen Kühlschrank. Oder aber anders, du ertappst dich dabei, wie du eigentlich nein sagen wolltest und sagst wieder ja. Und danach denkst du dir, wie repariere ich das

02:04 – jetzt? Warum konnte ich nicht nein sagen? Warum war ich in dem Moment nicht bewusst? Vielleicht war das tatsächlich ein ein Überlebensmechanismus deines Nervensystems, was Angst hatte und ich weiß ja, das klingt dramatisch, aber für dein Nervensystem kann es sein, dass es sich so anfühlt wie sterben, wenn du nein sagst. Ja, vielleicht weil du eine Prägung erhalten hattest, wo es als Kind für dich gefährlich war, dass du zu etwas Nein gesagt hast, wo es gefährlich für dich war in einer Beziehung nein zu sagen, weil du dann keine Liebe bekommen hast und deswegen fühlt sich das so

02:38 – gewaltig an und deswegen kannst du nicht anders. ganz egal, was passiert ist, nimm das heute als Einladung, erstmal neu anzuschauen und zu gucken, Mensch, kann das sein, dass das in Wirklichkeit gar kein Rückfall ist? In Wirklichkeit ist es eine Verkörperungsprüfung. Immer dann, wenn dein System etwas Neues lernen möchte, geht es wieder unbewusst zurück in diese alten Situationen. Nicht, weil du es nicht besser weißt, nicht weil du blöd bist, nicht weil du zu lange herum tust, sondern weil dein System bereit ist, das was noch im Dunklen liegt, ins Licht zu bringen, zu integrieren, das was unterbewusst ist,

03:23 – ins Bewusstsein zu bringen und es dort zu heilen. Schau, in Wirklichkeit geht es gar nicht darum, was du tust, was du eigentlich nicht tun wolltest. Es geht auch nicht darum, was du nicht tust, wenn du es eigentlich tun wolltest. Schlussendlich geht es darum, was in dir aufsteigt, wenn du das tust, was du nicht mehr tun wolltest. Ja, welche Gefühle, welche Gedanken steigen in dir auf, wenn dein System dich dazu zwingt, scheinbar zurückzugehen in eine Situation, über dir es noch mehr lernen muss und kannst du das dann in diesem Moment stehen zu bleiben, zu gucken, was geht

04:08 – da ab und dich nicht zu verlassen und etwas anderes zu machen, so wie du es nämlich früher gemacht hast. Und vermutlich wiederholen sich diese Situationen, weil du dich in der Vergangenheit zu oft verlassen hast, weil du nicht bereit warst hinzuschauen, was da an die Oberfläche kommt. Ja, ist das Scham, ist das Angst? Ist das die Angst nicht geliebt zu werden? Ist es die Angst vor Fehlern? Es ist eine Stimme, die sagt, du schaffst es nie. Was möchte da gesehen werden? Und ich weiß, es ist inzwischen schon so ein bisschen Küchenpsychologie, die auch hier in den

04:46 – Selbstoptimierungskreisen wohl verbreitet ist. Dieses ja, du müsstest es nur fühlen, dann löst es sich auf. Darum geht es auch nicht. Es geht nicht darum, dass du all das fühlst, wenn es in dir aufsteigt. Es geht darum, dass du dich sicher fühlst, während du das fühlst und das alles in dir aufsteigt. Das ist ein feiner, aber sehr bedeutender Unterschied. Ja, weil wenn du das schaffst, bewusst zu werden in diesem Moment und dich zu ertappen, dann reicht es nicht nur dich hineinzusteigern in ein altes Gefühl, der Scham, der Angst, des nicht genug Seins, was immer da noch in dir

05:24 – gespeichert ist an Selbstsabotageeprogrammen. Es geht darum so, auf welche Art und Weise begegne ich dem, was da aufsteigt. Ja, zwinge ich mich jetzt hinein in irgendein Durchfühlen, damit sich das auflöst? Schimpfe ich mit mir, weil ich das nicht kann? Drücke ich das weg? Oder gehe ich in eine zwanghafte Selbstanalyse, um herauszufinden, wo genau das herkommt, was meine Eltern falsch gemacht haben und so fort? Kannst du einfach bei dir bleiben, kannst du das anschauen liebevoll, kannst du das durchfühlen authentisch? und dich dabei sicher fühlen und kannst du dich darauf

06:10 – einlassen, dass du vielleicht genau das ein paar mal wiederholen musst. Schau, dein System, das lernt nicht durch Druck, das lernt nicht durch einmalige Erkenntnisse oder irgendwelche Durchbruchssituationen. Es lernt durch liebevolle Wiederholung immer und immer wieder. Und deswegen ist ein Rückfall auch kein Rückfall, sondern ein Innehalten, eine Gelegenheit noch tiefer in dir und bei dir anzukommen. Weil lernen eben keine steile Kurve ist, sondern spiralförmig verläuft, darfst du immer und immer wieder zurückkommen, lernen, dich sicher zu fühlen, beim Fühlen und liebevoll zu gucken, was möchte da gesehen werden. Wenn nicht was

06:56 – möchte wegoptimiert werden, was muss ich noch verbessern, sondern was möchte gesehen werden in mir? Was möchte aus meiner Dunkelheit, aus meinem Unterbewusstsein ins Licht kommen und dort geheilt werden? Schau, und das ist das, warum ich Hypnose so liebe. Das ist das, was du bei der Hypnose üben kannst, weil vielleicht ist jetzt auch dein Verstand schon wieder zwei Schritte weiter und denkt sich: "Ja, ja, ich merke mir das, ich mache das ab jetzt für immer so. Mach dir bewusst, dass du das vielleicht auch in dem Moment, wo du das tust, was du nicht tun wolltest, wieder vergessen

07:31 – hast. Sei schlau und übe das jetzt in dem Moment, wo die Klarheit da ist, s dass du beim nächsten Mal, wenn es passiert, anders agieren kannst. Das ist richtig smart. Ich habe verschiedene Hypnosen zum Thema Selbstsabotage aufgenommen. Ja, natürlich, weil das auch ein Thema ist von mir. Ich verlinke die dir hier irgendwo. Nimm das gerne zur Gelegenheit, das zu üben. Und ja, mach dir bewusst, auch wenn ich dir das hier erzähle, auch wenn ich das hier wiederhole, ist das für mich ein Akt der Integration, ist das für mich ein Verfeinern, ist das für mich ein

08:08 – Erkenntnisse ans Licht holen wieder und wieder und wieder. Und vielleicht machst du auch deswegen nicht das, was du eigentlich tun wolltest. Vielleicht schreibst du deswegen nicht deinen Blogartikel, nimmst nicht deinen Podcast auf, ähm machst nicht deinen YouTube-Kanal, weil du Angst hast vor diesem Teil der Integration. Und gleichzeitig wünscht du dir vielleicht genau deswegen das zu tun, was du nicht tust. Weil ich glaube, unterm Strich wünschen wir uns das alle, wenn wir teilen, was wir gelernt haben. Weißt du, wir machen das in Wirklichkeit nicht für andere, wir machen das für uns selbst. Ja, ganz authentisch. Und wir lieben das

08:50 – uns dabei zuzusehen, wie wir integrieren. Wir lieben es Integration mit anderen Menschen zu teilen. Und deswegen machen wir Kunst im Allgemeinen, um vollständiger zu werden, um unsere Schattenante ins Licht zu holen. Und das ist was ganz paradoxes, dass wir es deswegen schieben und gleichzeitig deshalb wollen. Ja, und das war's heute zu diesem Thema. Ich bedanke mich ganz herzlich für deine Aufmerksamkeit, dass du hier mit dabei bist bei meiner Integration in Echtzeit und wünsche dir von Herzen viel Erfolg auf deinem Weg bei deinem Integrieren, bei deinem zurückfallen in deine eigene Tiefe. Ja.

Fragen zu dieser Folge

Ist die Rückkehr eines alten Musters immer ein Rückschritt?

Nicht zwingend. Es lohnt sich zu betrachten, was gleich geblieben ist und was du heute anders wahrnimmst oder entscheidest.

Warum erledige ich vor wichtigen Aufgaben plötzlich Nebensachen?

Vertraute Tätigkeiten können sich leichter anfühlen als ein ungewohnter Schritt. Das ist eine mögliche Perspektive, keine Diagnose für jeden Aufschub.

Muss ich unangenehme Gefühle möglichst stark zulassen?

Nein. Überforderung ist kein notwendiger Beweis für Entwicklung. Deine Grenzen und passende Unterstützung zählen.